Archive for Februar, 2009

Anzahl der Schlägereien beim Strassenkarneval nimmt dramatische Ausmaße an

Freitag, Februar 20th, 2009

Ich bin wirklich entsetzt als ich eben in der RP die Newsmeldung: Kölle Alarm – Altweiber brutal wie nie gelesen habe. Die Anzahl der Schlägereien und Körperverletzungen war in diesem Jahr gestern an Altweiber so hoch wie nie zuvor? Ich als gebürtiger Rheinländer empfinde den Strassenkarneval selbstverständlich als den einzig „wahren“ Karneval, nur wenn man dabei neuerdings Angst haben muss ein Messer oder eine kaputte Flasche im Rücken zu haben frage ich mich so langsam in was für einer Gesellschaft wir leben. Hat die gestiegene Anzahl extrem Betrunkener vielleicht etwas mit der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage zu tun? Sagen sich die Menschen vielleicht eher: Jetzt dieses Jahr an Karneval lass ich aber mal richtig die Sau raus?

Keine Ahnung, aber eure Meinungen als Kommentar würden mich wirklich mal interessieren…

Foto © elipa / PIXELIO

NSA bietet Firmen Vermögen um Skype abhören zu können

Mittwoch, Februar 18th, 2009

Offensichtlich bereitet das Abhören des VoIP Dienstes von Skype der amerikanischen Sicherheitsbehörde National Security Agency (NSA) weitaus mehr Probleme als allgemein angenommen wurde. Bislang zumindest ist es noch keinem Unternehmen und keinem Geheimdienst offiziell gelungen die Verschlüsselung zu knacken. Demnach soll die NSA inzwischen privaten Firmen horrende Summen (Zitat: „Ihr bringt uns rein und wir machen euch zu einem reichen Unternehmen“) dafür bieten wenn eine Firma den Algorythmus knacken kann. In mehreren Newsmeldungen (u.a. auf Heise.de) ist von einer Summe von mehreren Milliarden Euro die Rede. Man vermutet zwar daß die NSA in der Lage sein könnte Skype abzuhören, dieses würde jedoch einen großen Teil der ihr zur Verfügung stehenden Resourcen benötigen – Ein Aufwand den man in den USA dann wohl offensichltich doch nicht eingehen möchte.

Offensichtlich macht es die Sicherheitsbehörden weltweit also extrem nervös wenn es Möglichkeiten zur sicheren Kommunikation gibt welche nicht von ihnen mitgelesen bzw. mitgehört werden können. Da frage ich mich doch wo da ein freies Internet bleibt so wie es immer von uns allen gefordert wird. Natürlich ist die NSA jederzeit in der Lage meine MSN oder ICQ Messages mitzulesen, aber lohnt der Aufwand sich wirklich? Würde ich wirklich über Messies kommunizieren wenn ich ein „böser Bube“ wäre? Wohl kaum, vermutlich würde ich mit Postfächern auf Servern oder ähnlichem arbeiten, denn bei aktuell ca. 185.497.213 Websites weltweit (Stand Januar 2009 -> Quelle: netcraft.com) dürfte eine Kontrolle des Traffics all dieser Webseiten sicherlich wesentlich unmöglicher sein als die weltweiten Skype Server zu überwachen…

Der bestohlene Bankräuber

Montag, Februar 16th, 2009

Letzten Mittwoch wollte ein Bankräuber besonders clever sein: Nachdem ihm ein Geldautomat nach einer Kneipentour keine Geld ausspucken wollte, beschloss er, statt dessen in den Schalterraum der Bank einzubrechen und sich dort nach nützlichen Sachen umzusehen. Er schleppte auch erfolgreich einen computer aus der Filiale.

Auf dem Heimweg wurde er jedoch selbst überfallen und ausgeraubt. Empört wandte er sich an die Polizei und erstattete Anzeige gegen die Räuber. Beruhigt, seine Pflicht getan zu haben, ging unser Räuber nach Hause, um sich endlich auszuschlafen.

Dass die Polizei, kaum dass er eingeschlafen war, schon wieder vor seiner Tür stand, damit hätte er wohl nicht gerechnet. Unser geschickter Bankräuber hatte beim Klau des Computers seinen Personalausweis im Schalterraum verloren….

HiVision NB0700 – Der 98 Dollar Laptop ist Realität

Freitag, Februar 6th, 2009

Vorgestern habe ich an dieser Stelle noch darüber philosophiert ob der 100 Dollar Laptop jemals auf dem Markt erscheinen wird und schon beweisen die Chinesen von HiVision mir das Gegenteil und bringen mit dem HiVision NB0700 ein Netbook mit (für diese Preisklasse) ungeschlagenen Zubehör heraus. Für die 98 Dollar (nach aktuelem Kurs ca. 76,00 €) bekommt man ein Gerät mit einem LED Hintergrundbeleuteten 800 x 480 Monitor, einen 1,6 GHz Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher sowie eine 30 GB Festplatte. Wenn man bedenkt daß aktuelle gut ausgestattete Netbooks immer noch über 300 Euro kosten kann man für diesen Preis sicherlich auch ein paar Abstriche hinnehmen, wobei das Gerät wie ich finde auch gerade für diese Preisklasse eine gute Ausstattung hat. Ausserdem scheint der Hersteller das Gerät zur ersten Vorstellung verändert zu haben so daß nun wohl auch Windows als Betriebssystem installiert werden kann.

Im folgenden die technischen Details laut Herstellerhomepage:

CPU: VIA C7-M 1.6GHz    400MHZ FSB
RAM: 512 DDR II Memory
HDD: 30GB
OS: Windows XP /  Windows Vista
Windows Vista: 7″ WVGA LED Backlights (800 x 480)
Network: Wireless Lan 802.11 b/g, 10/100M Ethernet Controller
Card Reader: Push-push SD socket
Audio: Built-in Microphone and dual speakers
Input/Output: USB 2.0 X 2,  VGA, Microphone jack, Headphone jack, RJ45
Battery: 3 cell/3 hours
Weight: 900g (including battery)
Warranty: 1 year

Wie sind gespannt wann das Gerät zu welchem Preis auf dem Deutschen Markt verfügbar sein wird und werden sicherlich mit einer der ersten sein die sich das Netbooks  für diesen Preis zulegen werden. Und sei es nur um Abends ein wenig auf der Couche im Netz surfen zu können…

Bild & Daten:  HiVisio Co., Ltd

Sexy Kühe

Mittwoch, Februar 4th, 2009

Auch das Milchvieh will attraktiv sein. Die moderne Kuh von heute trägt jetzt BH. Genauer gesagt einen exclusiven Kaninchenfell-BH.

Diese neue Kuhmode wurde jetzt in Sibierien eingeführt. Die winterlichen Temperaturen dort sind so kalt, dass den Kühen im wahrsten Sinne des Wortes die Milch im Euter gefriert. Temperaturen von 50 Grad unter Null sind halt normalerweise nicht dafür geeignet, eine Milchkuh zu halten. Um aber trotzdem täglich für den Cappuchino an die gute sibierische Milch zu kommen, haben sich die einheimischen Bäuerinnen gedacht, dass was für sie gut ist, für Kühe nicht schlecht sein kann. Sie schneiderten für ihre Kühe BHs aus Kaninchenfell. Diese werden den Kühen nun um die Euter gebunden. Na, wenns schön macht…

Ein Überfall? Da muss ich erst meinen Chef fragen

Mittwoch, Februar 4th, 2009

„Wiebitte?!“ muss sich heute ein Räuber aus Münster gefragt haben. Mit gezückter Waffe drang der Mann heute in einen münsteraner Kiosk ein, um sein Taschengeld aufzubessern und verlangte von der Verkäuferin sämtliches Bargeld. 

Diese schaute ihn zunächst nur verständnislos an und fragte: „Was?“ Der Räuber wurde noch genauer und erklärte ihr, dass sie die Kasse leeren sollte. Zu seiner absoluten Verblüffung erwiderte daraufhin die Angestellte, dass sie da erst ihren Chef fragen müsse. Sprachs und verschwand in einem Nebenraum. Das brachte nun den Räuber dermaßen aus dem Konzept, dass er umkehrte und den Kiosk unverrichteter Dinge wieder verließ.

„Da muss ich erst meinen Chef fragen“ ist ja ein Satz, den man von Verkaufspersonal öfter mal zu hören bekommt. Wahrscheinlich aber noch nie in einer solchen Situation. Ich meine, hysterisches Schreien, wimmern, in Ohnmacht fallen, das wäre normal; aber „Da muss ich erst meinen Chef fragen?“ Man stelle sich nur das Gesicht des Räubers nach dieser Aussage vor.

Unklar ist noch, ob die Verkäuferin absolut cool und fast schon genial reagierte, oder ob es sich einfach nur um Dummheit gehandelt hat.

Der 100 Dollar Laptop – Ewige Utopie oder bald Realität?

Mittwoch, Februar 4th, 2009

Als Mensch der sich bereits seit mehr als 10 Jahren im Internet herumtreibt und vor allem am Anfang viel mit Bildung und dem ingternet zu tun hatte weiß ich ziemlich genau wie groß der Nutzen dieser Technologie und der kostenlos erhältlichen Informationen für jeden Menschen sind. Und das gilt nicht nur für die Menschen bei uns in den Industriestaaten sondern umso mehr für die Menschen in der dritten Welt und in den Entwicklungsländern. Aus diesem Grund wurde 2006-2007 die Organisation One Laptop per Child (OLPC) ins Leben gerufen, welche sich zum Ziel gesetzt hatte einen 100$ Laptop zu entwickeln der alle Funktionen eines „modernen“ Laptops beinhaltet, der per WLAN mit dem Internet verbunden werden kann, der einen extrem niedrigen Energieverbrauch besitzt und der äußerst robust ist und mit einfachsten Mitteln wie z.B. mit Hilfe von Solarstrom wieder aufgeladen werden kann. Das ist vor allem für die die ärmsten Gegenden der Welt wichtig in denen kein normales Stromnetz vorhanden ist.

Damals wurde der XO One (siehe Bild oben links und rechts) vorgestellt, dessen Preis aktuell mit 188 $ den angestrebten Preis von 100$ noch bei weitem überschreitet. Auch sind bisher erst 600.000 statt der „geplanten“ oder besser gesagt erhofften 100 Millionen Rechner verkauft und produziert worden. Wer ein Gerät in den USA erwerben möchte sollte dieses am ehesten über die sog. Give One – Get One Aktionen machen, bei dem gleich zwei Rechner gekauft werden und einer der beiden direkt an die Hilfsprojekte vor Ort gespendet wird.

Nun hat die OLPC bereits Mitte letzen Jahres den Nachfolger, den XO Two präsentiert mit dem sie erst einmal die fiktive Marke von 75 $ pro Laptop anpeilen. Erreicht werden soll dieses unter anderem dadurch daß der Rechner keine Tastatur (und damit fast keine nach aussen vorhandenen „Verschleißteile mehr besitzt) und lediglich aus zwei Touchscreens besteht. Bei „normalem“ Betrieb wird auf einem der beiden Screens einfach eine Tastatur eingeblendet und kann benutzt werden.  Dazu kann der Rechner aber auch als Buch nur zum lesen eingesetzt werden. Ausserdem kann der Rechner dann dadurch eingesetzt werden daß zwei Kinder gleichzeitig sich gegenüber sitzend gemeinsam an einem Gerät Spiele spielen können.  Und auch technisch soll das neue Gerät wieder neue Maßstäbe setzen. Verbrauchte der alte XO One bereits mit zwei bis vier Watt nur ca. 10% eines herkömmlichen PC so soll der neue mit nur einem Watt diesen Wert noch einmal um ein vielfaches unzterschreiten. Und da der neue XO Two nun im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der nur unter Linux lief, auch mit Windows ausgestattet werden kann und dazu auch noch wesentlich schicker aussieht als das grüne Plastikmodell könnte sich der Rechner vielleicht auch in Europa durchsetzen. Und wenn der Dollar weiterhin so einstürzt dann könnte man bald ein solches Gerät vielleicht für 100 € erwerben und hätte ganz „nebenbei“ noch einen weiteren Rechner für ein Hilgfsprojekt finanziert. Das würde dem Projekt vielleicht endgültig zum gewünschten Durchbruch verhelfen…

Aber auch in Indien wird an einem Low-Budget PC gebastelt, hier reden die Macher über Kosten von „nur“ 20 $ pro Laptop, was Jim Gettys, der ehemalige Leiter der OLPC Softwareabteilung jedoch für völlig utopisch halt: „Ich weiß nicht wie man sowas für den Preis herstellen können möchte. Es gibt alleine zu viele Komponenten welche an sich bereits 20 $ kosten, ganz zu schweigen von dem kompletten Paket. Ich denke dabei z.B. an den Touchscreen der alleine mindestens 20 $ kosten sollte, auch das Touchpad und die Tastatur kosten zwischen 5-10 $ das Stück.“

Nicholas Negroponte, der Gründer der OLPC, schrieb dazu in einer Email: „Ich würde mir wünschen daß der 20 $ Laptop Wirklichkeit werden würde. Aber wenn sie auch nur halbwegs in die Nähe dieses Preises kommen könnten wäre es ein großer Erfolg für die OLPC Bewegung“

Da wir trotz Wirtschaftskrise im Gegensatz zu den anderen Ländern immer noch im Schlaraffenland leben sollte sich vielleicht jeder von uns einmal selber fragen ob er nicht ein Projekt wie die OLPC unterstützen kann und sollte…

Bilder © One Laptop per Child

In drei Wochen ist es wieder soweit: Unsere Jecken und ihr Rosenmontag

Montag, Februar 2nd, 2009

In genau drei Wochen ist es wieder soweit, mit dem absolutem Schwerpunkt im Rheinland übernehmen wieder die Jecken in Städten wie Köln, Düsseldorf, Aachen oder auch Mainz das Ruder. Und jemand der nicht mit dem Karneval aufgewachsen ist kann wohl kaum die Euphorie und die Vorfreude auf diese Tage verstehen, die uns Rheinländern bereits von Kindestagen an in die Wiege gelegt wurde. Wie soll ich als Kind des Rheinlandes auch jemanden aus sagen wir Sachsen-Anhalt oder Thüringen jemals den Sinn hinter dem Brauch des „Bützchen’s“ näher bringen? Also genau genommen heißt das mit dem „bützen“ ja auch nur übersetzt: „Wie zum Henker erkläre ich meiner Frau daß es in Köln zu Karneval ganz normal ist daß mich hunderte wildfremder Frauen küssen?“

Und wer den Strassenkarneval einmal auf seine intensivste Art und Weise erleben möchte der sollte entweder nach Köln oder nach Düsseldorf fahren, ein Wahnsinn wie viele Leute dort einfach mal im Kollektiv ausrasten (Wenn Nachts um 2 Uhr noch mehr als 1 Millionen Menschen jeder Altersklasse in der Innenstadt feiern der weiß daß die Loveparade dagegen ein Kindergarten ist).

Als Alternative dazu kann man aber auch ruhig einmal an einem der kleineren Umzüge in den Dorfschaften des Rheinlandes wie Hückelhofen, Grevenbroich oder auch Geilenkirchen als Zuschauer oder Beteiligter teilnehmen. Dort geht es manchmal noch heftiger die Post ab als in den Großstädten.

Immer wieder hört man in diesem Zusammenhang Sätze wie: „Aber das ist doch total blöd wenn alle nur auf Kommando und weil Karneval ist auf einmal gute Laune haben und Stimmung machen. Da braucht man doch keinen Karneval für, das kann man doch immer haben.“  Bisher ist mir dazu eigentlich nur eine mehr oder weniger sinnvolle Antwort eingefallen: „Es ist mir echt egal ob die Leute jetzt nur wegen Karneval gut drauf sind oder nicht, aber es FUNKTIONIERT !!!“ – Wie viele Leute habe ich bereits erlebt welche das ganze Jahr über nicht aus sich heraus kommen und an Karneval dann auf einmal ganz locker werden ???

Ich werde dieses Jahr wohl wieder zum ersten Mal sein langem mal wieder in Köln verbringen, um genau das da oben zu versuchen: einer Nicht-Karnevalistin den rheinischen Karneval näher zu bringen. – Vielleicht sollte in diesem Land der schlechten Laune und der schlechten Prognosen gleich viel öfters im Jahr Karneval sein – Schaden kann es sicherlich nicht !!!

Foto © elipa / PIXELIO

Angela will allen das schnelle Internet bringen

Montag, Februar 2nd, 2009

Unsere liebe Bundeskanzlerin möchte im Zuge des allgemeinen Geldverteilens, was ja nun neudeutsch Konjunkturpaket heißt, nun auch dafür sorgen daß dieses Land bis in den hintersten kleinsten Winkel mit Breitband Internet versorgt werden soll. Dazu hat die Kanzlerin wohl heute, wie die Welt berichtet,  führende Vertreter aus der Wirtschaft zu sich geladen. Das Ziel ist dabei hoch angesetzt: „Bis spätestens 2014 sollen für 75 Prozent der Haushalte, bis 2018 für alle Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.“

Was aber meiner Meinung nach eben so wichtig ist wie die existens dieser Netzte ist die (wenn möglich) kostenlose oder sehr kostengünstige Nutzung dieser Technologien. ich meine was nutz es uns wenn wir zwar überall mit 100 MBit pro Sekunde surfen kann, dieser Anschluß jedoch 100-200 € pro Monat kostet. Freie WLAN Hotspots für alle, gerade in den Ballungsgebieten muss das Ziel sein. Nur so kann die (Online)-Witrtschaft angekurbelt werden. Nur so lohnt es sich BlackBerry’s und Handy’s zu kaufen welche auch in der Lage sind via WLAN online zu gehen, wenn man damit dann überall unterwegs surfen könnte. Es ist ja immer noch peinlich: Vor allem Hotels, welche sich ab einer gewissen Preiskategorie mit einem kostenlosen High-Speed Internetanschluß rühmen könnten verlangen von ihren Kunden unverschämt viel Geld dafür!!! Das kann und sollte nicht die Lösung dieses Problems sein.

Mein Vorschlag wäre demzufolge: Einen (großen) Teil des geldes in den Ausbau der Infrastruktur zu stecken, aber sicherlich auch einen Teil dazu zu verwenden die Anzahl der öffentlichen, kostenlosen Internetzugänge zu steigern…

Also Angie, wenn du das hier lesen solltest: Hau rein und mach das Paket mal richtig rund !!!

 

Foto © Cobra7 / PIXELIO