Archive for März, 2010

Der Double Robin Hood Shot

Montag, März 15th, 2010

Wenn man beim Dartsport mit einem der weiteren Pfeile den ersten bereits in der Scheibe steckenden Pfeil trifft und dieser steckenbleibt, dann nennt man das in Anlehnung an den berühmten Schuß auß der Sage des Robin von Locksley auch einen „Robin Hood Schuß“. Dieses passiert normalerweise auch Spielern wie Phil Taylor recht selten. Wenn aber gleich beide verbleibende Pfeile in dem ersten Pfeil steckenbleiben, dann hat man etwas äusserst seltenes geschafft. Und genau dieses gelingt dem Niederländer Stephan Mulder in diesem Video:

Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot

Dienstag, März 2nd, 2010

Meiner Ansicht nach viel zu spät habe ich mitbekommen daß Günter Freiherr von Gravenreuth (GvG), einer der bekanntesten und wohl von der Internetgemeinde in diesem Land meist gehassten Menschen sich am vergangenen Montag das Leben genommen hat. Offensichtlich hat ihn seine Niederlage gegen die taz zu diesem Schritt bewegt, denn nachdem er erfolglos versucht hatte die Domain www.taz.de zu pfänden und im Internet zu versteigern. Darauf hin wurde er nach einer Reihe von Prozessen und Revisionen zu einer Haftstrafe in Höhe von 14 Monaten verurteilt, was auch gleichzeitig bedeutete daß er seine Zulassung als Rechtsanwalt verloren hätte. Kurz nach dem Antrittstermin dieser Haftstrafe (und nachdem er alle Mittel zur Verzögerung dieser ausgeschöpft hatte) hat er sich offensichtlich mit einer Schußwaffe das Leben genommen. Soweit ein kurzer Abriss der Fakten, alles weitere könnt ihr entweder im Wikipedia Artikel über ihn oder auch im (meiner Ansicht nach) sehr gut geschriebenen Nachruf auf gulli.com nachlesen, darum möchte ich hier auch nicht weiter darauf eingehen.

In wie weit betrifft mich persönlich jedoch dieser Mensch? Nun bereits 2001 oder 2002 habe ich mich bei seinen ersten Klagen gegen Stefan Münz, den er wegen des angeblich widerrechtlichen Gebrauchs des Namens „Explorer“ verklagt hatte, mit all meinen Webseiten an dem einen Tag lang dauernden „Offline Protest“ mit all meinen Webseiten beteiligt, in dem alle Domains an diesem Tag auf eine Informationsseite zu diesem Prozess verlinkt waren. Seit damals war er immer wieder wegen seiner Abmahnungen ein Gesprächsthema für die Internetgemeinde, jeder kannte und fürchtete seinen Namen bzw. das Kürzel GvG.

Aber natürlich berührt einen auch das menschliche Schicksal hinter dieser Geschichte, so hätte es auch definitiv nicht enden müssen und dürfen. Letztendlich muss man dem Schlußwort von gulli.com jedoch nichts mehr hinzufügen, in dem geschrieben steht:

Wenn sich die Menschen in Köln verabschieden, sagen sie „maat et joot“! Günter, im nächsten Leben machste einfach so einige Dinge anders! Ob sie dich gemocht oder gehasst haben, so werden die Mitglieder der Netzkultur dennoch zugeben müssen, dass das Internet ohne dich nicht mehr das gleiche ist.

Quelle: http://www.gulli.com/news/nachruf-g-nter-freiherr-von-gravenreuth-2010-02-22

In diesem Sinne: „Maat et joot“ Günter !!!