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Bundestagswahl 2009 – Die Wahl der Rekorde

Montag, September 28th, 2009

Nun ist es also endlich so weit, Deutschland hat gewählt, und die Ergebnisse haben gleich eine ganze Reihe von Rekorden hervorgebracht. Es bleibt nur abzuwarten ob uns in diesem Land diese Reihe von Rekorden vorran bringen kann, denn viele von Ihnen waren Negativ-Rekorde.

Der 1. Rekord war die Wahlbeteiligung von 70,8 %, damit war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr so niedrig wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Das bedeutet daß 18.162.400 Wähler nicht zur Wahl gegangen sind und damit hätten wir dann schon einmal den ersten Rekord.

Zum zweiten erlebte die SPD ein absolutes Trauma und verlor ca. 11% zur letzten Bundestagswahl, in der Geschichte der BRD hat noch nie eine Partei derart viele Stimmen im vergleich zur letzten Wahl verloren (Rekord Nr.2), das  Endergebnis war mit 23,1 % ebenfalls das schlechteste Ergebnis der SPD in der Geschichte der BRD (Rekord Nr. 3)

Auch die CDU konnte mit 33,9 % nur das schlechteste Ergebnis seit 1949 einfahren (Rekord Nr. 4), und auch die Schwesterpartei CSU schwächelte ganz gewaltig und verlor 8% in Bayern und fuhr dort mit ca. 40% der Stimmen ebenfalls ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl ein (Rekord Nr. 5)

und auch die vermeintlich kleinen Parteien sorgten durch die Bank weg für neue Rekord Ergebnisse. So konnte die FDP ca. 5 % Gewinnen und erreichte mit ca. 14,5 % der Stimmen ihr bestes Ergebnis seit ihrer Gründung (Rekord Nr. 6), die Linke erreichte mit 12,1 % ebenfalls ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl (Rekord Nr. 7) und auch die Grünen wollten den Ergebnissen nicht nachstehen und erreichten mit 10,5 % der Stimmen ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl (Rekord Nr. 8)

Die übrigen Parteien erhielten ca. 6 % der Stimmen, wobei alleine 2% der Stimmen bei ihrer Premiere auf die Piraten Partei entfallen sind (ist natürlich für die erst 2006 gegründete Partei auch noch ein Rekord).

Damit haben sich die Wähler dafür entschieden daß (mit bisher der Ausnahme der CDU) die Zeit der großen Volksparteien wohl vorbei sein könnte. Was die künftige schwarz-gelb-blaue Bundesregierung aus diesem Ergebnis macht werden wir im Laufe der kommenden 4 Jahre miterleben dürfen…

Die Ostdeutschen sind immer häufiger unzufrieden!

Mittwoch, Januar 21st, 2009

Was lese ich da eben in einem Artikel auf die-topnews.de:

Auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer fühlen sich noch rund zwei Drittel der Ostdeutschen nicht richtig zu Hause in der Bundesrepublik. Gerade mal 22 Prozent der Ostdeutschen sehen sich als «richtige Bundesbürger». Das geht aus dem am Dienstag in Berlin vorgestellten «Sozialreport 2008» hervor. […] Oftmals wächst aber auch die Angst vor sozialem Abstieg. Dem Report zufolge gehen 88 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern von einer Zunahme der Armut in Deutschland aus.

Das kann doch eigentlich nicht wahr sein, haben wir denn in 20 Jahren wirklich nichts dazugelernt? Aktuell geht es wohl vielen Firmen aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage schlecht, so ist das nun einmal in der Marktwirtschaft wenn man von einer Rezession spricht (obwohl der Artikel angibt daß die Befragung unter 2.900 Erwachsenen noch vor der Wirtschaftskrise stattgefunden hat).  Selbstverständlich würden auch unsere „gemeinsamen“ Politiker gerne von einer Arbeitslosenquote von 0,x % berichten können. Dann würden sich auch viele andere Probleme von alleine lösen da das entsprechende Geld dafür vorhanden wäre. Ich meine das System der DDR mit der Vollbeschäftigung hat sich ja nun offensichtlich nicht bewährt, der Staatsbankrott der DDR war ja bereits vorprogrammmiert. Nun frage ich mich ob diese Menschen, welche sich nicht richtig in der BRD zuhause fühlen, auf der anderen Seite wieder in einem System leben wollen, in dem ein Großteil des Staatshaushaltes durch den „Verkauf“ der eigenen, politisch nicht angepassten Bürger in den Westen finanziert wird.

Soweit ich das verstanden habe, wollte man doch auf beiden Seiten der Mauer die Wiedervereinigung, auch im Osten haben die meisten nie die Hoffnung darauf aufgegeben. Und nun, wo wir alle wieder in „Deutschland“ leben, fühlen sie sich auf einmal nicht mehr als ein Teil davon?

Und wenn ich dazu dann noch lesen muss, daß 74% der Ostdeutschen der Aussage, daß es zu viele Ausländer in Deutschland gibt, zumindest teilweise zustimmen, weiß ich wirklich nicht mehr was ich davon halten soll (fairerweise muss man jedoch erwähnen daß uns die Zahl der „Wessi’s“ welche dieser Aussage auch zustimmen würden verschwiegen wird).

Als vor ziemlich genau 20 Jahren die Mauer gefallen ist wußte ich, daß es eine Zeit lang dauern wird bis die Unterschiede zwischen Ost und West verschwinden würden, daß wir nach dieser langen Zeitspanne jedoch immer noch nicht sehr viel weiter sind, schockiert mich !!!