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Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot

Dienstag, März 2nd, 2010

Meiner Ansicht nach viel zu spät habe ich mitbekommen daß Günter Freiherr von Gravenreuth (GvG), einer der bekanntesten und wohl von der Internetgemeinde in diesem Land meist gehassten Menschen sich am vergangenen Montag das Leben genommen hat. Offensichtlich hat ihn seine Niederlage gegen die taz zu diesem Schritt bewegt, denn nachdem er erfolglos versucht hatte die Domain www.taz.de zu pfänden und im Internet zu versteigern. Darauf hin wurde er nach einer Reihe von Prozessen und Revisionen zu einer Haftstrafe in Höhe von 14 Monaten verurteilt, was auch gleichzeitig bedeutete daß er seine Zulassung als Rechtsanwalt verloren hätte. Kurz nach dem Antrittstermin dieser Haftstrafe (und nachdem er alle Mittel zur Verzögerung dieser ausgeschöpft hatte) hat er sich offensichtlich mit einer Schußwaffe das Leben genommen. Soweit ein kurzer Abriss der Fakten, alles weitere könnt ihr entweder im Wikipedia Artikel über ihn oder auch im (meiner Ansicht nach) sehr gut geschriebenen Nachruf auf gulli.com nachlesen, darum möchte ich hier auch nicht weiter darauf eingehen.

In wie weit betrifft mich persönlich jedoch dieser Mensch? Nun bereits 2001 oder 2002 habe ich mich bei seinen ersten Klagen gegen Stefan Münz, den er wegen des angeblich widerrechtlichen Gebrauchs des Namens „Explorer“ verklagt hatte, mit all meinen Webseiten an dem einen Tag lang dauernden „Offline Protest“ mit all meinen Webseiten beteiligt, in dem alle Domains an diesem Tag auf eine Informationsseite zu diesem Prozess verlinkt waren. Seit damals war er immer wieder wegen seiner Abmahnungen ein Gesprächsthema für die Internetgemeinde, jeder kannte und fürchtete seinen Namen bzw. das Kürzel GvG.

Aber natürlich berührt einen auch das menschliche Schicksal hinter dieser Geschichte, so hätte es auch definitiv nicht enden müssen und dürfen. Letztendlich muss man dem Schlußwort von gulli.com jedoch nichts mehr hinzufügen, in dem geschrieben steht:

Wenn sich die Menschen in Köln verabschieden, sagen sie „maat et joot“! Günter, im nächsten Leben machste einfach so einige Dinge anders! Ob sie dich gemocht oder gehasst haben, so werden die Mitglieder der Netzkultur dennoch zugeben müssen, dass das Internet ohne dich nicht mehr das gleiche ist.

Quelle: http://www.gulli.com/news/nachruf-g-nter-freiherr-von-gravenreuth-2010-02-22

In diesem Sinne: „Maat et joot“ Günter !!!

Dienstag der 14. Juli 2009 – Mein liebes Web Tagebuch

Dienstag, Juli 14th, 2009

Hallo liebes Web-Tagebuch (andere Leute würden jetzt neudeutsch Blog schreiben),
es ist mal wieder so weit, ich möchte einen Eintrag verfassen, weiß aber absolut nicht worüber ich schreiben soll. Punkt 1 der obrigen Aussage ist prinzipiell gut, Punkt 2 ist nicht ganz so hilfreich.

Was ist die letzten paar Wochen so alles passiert, muss oder darf ich überhaupt noch über den Tod von Michael Jackson schreiben, ist zu dem Thema nicht bereits alles gesagt bzw. geschrieben worden? Und wo ist da das Alleinstellungsmerkmal bei dem Artikel? Naja über die Toten nur gutes, daher lassen wir das Thema an dieser Stelle vielleicht besser mal…

Vielleicht ist das interessanteste Thema noch die Überschrift welche ich eben in der TAZ auf der Toilette gelesen habe: Blinde Passagiere schädigen Gewässermuss ich da lesen.

Nun daß durch den Suezkanal und die dadurch auftretende die Lessepssche Migration Organismen aus dem Roten Meer ins Mittelmeer wandern (und andersherum) war ja nun schon länger bekannt, aber daß die Artenwanderung durch die Ballasttanks der Schiffe inzwischen global stattfindet hat sicherlich noch viel weitreichendere Folgen als irgendjemand zum jetzigen Zeitpunkt vorhersehen könnte. Also jedem der sich ein wenig für eine andere Art von Globalisierung, nämlich die biologische Globalisierung interessiert dem sei der Artikel in der TAZ wärmstens ans Herz gelegt…

Soweit erst einmal wieder für heute…