Posts Tagged ‘Überfall’

Moderner Null Prozent Sofort Kredit: Der Banküberfall

Mittwoch, März 18th, 2009

Kennt ihr das Problem? Aufgrund der aktuellen Wirtschaftskriese seit ihr gerade nicht so richtig flüssig, habt aber im neuen Mediamarkt Katalog diesem mördergeilen ultramodernen 54″ Plasma TV gesehen der sich so gut zu eurer nagelneuen Playstation 3 (die leider auch noch im Laden steht) machen würde? Ihr seit auch schon bei der Bank um die Ecke wegen einem dieser tollen Null-Prozent-Finanzierungskredite gewesen um festzustellen daß es diesen Kredit nur beim Kauf eines Neuwagens bei gleichzeitiger Inzahlungnahme eures alten Autos zuzüglich der staatlich garantierten Umweltprämie von 2.500 € gibt? Soll heißen ihr seit absolut pleite, eure vielen Wünsche sind aber finanziell nicht „ganz“ von eurem Kontostand abgedeckt, da euer Dispo wieder einmal voll ausgereizt ist?

Nun viele Menschen scheinen in der Situation heutzutage zum neuen Null Prozent Sofortkredit mit unglaublicher Spannung und Nervenkitzel zu greifen: Dem gemeinen Banküberfall. Ob mit oder ohne Geiselnahme (davon hängt der Gemeinheitsgrad nämlich ab), der Anfang ist ganz leicht gemacht: Kratzt eure letzten Kröten zusammen, dann ab in den Kiosk um die Ecke und erst einmal eine dieser täuschend echt aussehenden Kinder-Karnevals Pistolen gekauft. Dann rüber in den Supermarkt um die Ecke und die letzten 95 ct. für ein Paar Nylonstrümpfe ausgeben, dann nach Hause schnell noch mit Edding einen Zettel schreiben der einem später vor dem mühseligen Reden durch die Maske bewahrt und ab zum nächsten Geldinstitut um die Ecke…

Tja dort angekommen sollte man dann erst einmal eine Menge Zeit mitbringen, denn in der Schlange vor einem am Geldschalter stehen mindestens 6 Rentner die alle noch vorher ihr Geld abheben wollen. Und genau dieses Geld wollen wir ja gar nicht haben, wir sind ja gar nicht so… ca. 30 Minuten später sind wir dann auch schon an der Reihe, der Finger ist von der andauernden Parkposition im Abzug der „Waffe“ unter dem Anorak schon ganz taub, aber egal: Da muss er jetzt durch. Beim Anblick durch die Scheibe des Geldschalters stellt ihr dann fest: Mist, ihr habt vor lauter Aufregung doch glatt vergessen die Strumpfhose über das Gesicht zu ziehen. Mit einem Satz wie „Scheiße, da habe ich meinen Bar-Scheck doch glatt Zughause liegenlassen“ verkrümelt ihr euch wieder vor die Bank, wo ihr euch gemütlich in aller Öffentlichkeit die Strumpfhose über das Gesicht zieht.

Dieses Mal geht in der Bank auf einmal alles sehr viel schneller obwohl nicht weniger Kunden den Schalterraum bevölkern. Kaum betretet ihr mit der gezuckten Kinderwaffe die Bank weichen alle Personen vor euch zur Seite und ihr habt sofort freien Zugang zum Geldschalter – nett – warum nicht gleich so? Am Schalter angekommen zeigt ihr der Kassiererin euerselbstgemaltes Schild, dabei fällt euch auf daß ihr vielleicht doch besser den ein oder anderen Rechtschreibefehler eingebaut hättet um die Aufmerksamkeit auf einen völlig unschuldigen Mitbürger mit Migrationshintergrund zu lenken – Aber dafür ist es nun zu spät. Vielleicht macht ein aggressiv gesprochenes „Jalla – Jalla“das ganze wieder gut? Aber du hattest dir doch vorgenommen nicht zu sprechen, denn was die Sprachanalytiker von heute alles mit deiner Stimme anfangen können ist unglaublich – und so viel wie du mit deinem Handy telefonierst ist es ja kein Wunder daß dein Konto derart in den Miesen ist – also wenn die die Stimmen vergleichen – Nein: Sprechen ist völlig ausgeschlossen !!!

Das Problem ist nun hast du trotz deines Zettels und deiner ansonsten guten Vorbereitung ein echtes Problem der Kassiererin verständlich zu machen daß du gerne auch einen von diesen Null Prozent Sofort Krediten ohne Rückzahlung hättest, daher beschließt du dich ein zweites Mal mit den Worten „Scheisse, da habe ich meinen Bar-Scheck doch glatt zuhause liegenlassen“ aus der Affaire zu ziehen und nach Hause zu gehen um dir endlich wieder einen Job zu suchen…

Dann wachst du schweißgebadet zu Hause in deinem Bett auf und denkst dir: Puh – DAS wäre aber auch zu krass gewesen… – bis du schließlich die neu gekaufte Kinderpistole und eine Nylonstrumpfhose neben dir im Bett liegen siehst.

Ein Überfall? Da muss ich erst meinen Chef fragen

Mittwoch, Februar 4th, 2009

„Wiebitte?!“ muss sich heute ein Räuber aus Münster gefragt haben. Mit gezückter Waffe drang der Mann heute in einen münsteraner Kiosk ein, um sein Taschengeld aufzubessern und verlangte von der Verkäuferin sämtliches Bargeld. 

Diese schaute ihn zunächst nur verständnislos an und fragte: „Was?“ Der Räuber wurde noch genauer und erklärte ihr, dass sie die Kasse leeren sollte. Zu seiner absoluten Verblüffung erwiderte daraufhin die Angestellte, dass sie da erst ihren Chef fragen müsse. Sprachs und verschwand in einem Nebenraum. Das brachte nun den Räuber dermaßen aus dem Konzept, dass er umkehrte und den Kiosk unverrichteter Dinge wieder verließ.

„Da muss ich erst meinen Chef fragen“ ist ja ein Satz, den man von Verkaufspersonal öfter mal zu hören bekommt. Wahrscheinlich aber noch nie in einer solchen Situation. Ich meine, hysterisches Schreien, wimmern, in Ohnmacht fallen, das wäre normal; aber „Da muss ich erst meinen Chef fragen?“ Man stelle sich nur das Gesicht des Räubers nach dieser Aussage vor.

Unklar ist noch, ob die Verkäuferin absolut cool und fast schon genial reagierte, oder ob es sich einfach nur um Dummheit gehandelt hat.